Rückblick: Auslandsjahr Erfahrung in den USA / Amerika

Schon so lange wollte ich diesen Post veröffentlichen, nur bisher kam ich leider nicht dazu. Es ist ein Rückblick, ein Rückblick der mittlerweile schon 7 Jahre zurückliegt – also bitte nicht über die Bild-Qualität wundern. Dafür erzähle ich Euch heute von meiner Auslandsjahr Erfahrung in den USA. High School, Baseball, Football, Fastfood, Hollywood, Thanksgiving – ich werde mit Euch meine persönlichen Tipps für ein Auslandsjahr und natürlich ganz viele Eindrücke teilen.

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Auslandsjahr Erfahrung: Wieso ins Ausland?

Vorab: Ich bin für etwas über ein halbes Jahr nach Amerika, während ich in Deutschland in die 10. Klasse gekommen bin, gegangen. Es waren wahnsinnige Erfahrungen und einzigartige Erinnerungen, die ich dort in der Zeit gesammelt habe. Die High School unterscheidet sich in vielen Punkten so sehr von unserem deutschen Schulsystem, dass ich gerne meine Auslandsjahr Erfahrung mit Euch teilen möchte, um vielleicht Auslandsinteressierten den ein oder anderen Tipp mitzugeben.

Wieso sollte man nun überhaupt während der Schulzeit ein Auslandsjahr, oder eher gesagt einen Schüleraustausch machen? Für mich war es damals einfach eine Herausforderung und die Neugier auf etwas „Unbekanntes“. Außerdem wollte ich meine Englischkenntnisse verbessern und unbedingt mal den Erzählungen meiner guten Freundin aus den USA nachgehen. Sie schwärmte immer so von der High School und dem amerikanischen Lebensstil, dass ich einfach neugierig wurde. Bei ihr bin ich auch letztendlich untergekommen während meiner Zeit in Amerika, aber dazu erzähle ich Euch gleich mehr.

Vorteile eines Auslandsjahrs können deshalb bspw. sein:

  • Entwicklung der Persönlichkeit
  • Sprachkenntnisse
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Kontakte
  • Vorteile für das Berufsleben
  • Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit

Denn was man wirklich an so einem Auslandsjahr nicht unterschätzen darf: Man ist vorab, erstmal „auf sich allein gestellt“. Empfehlenswert ist natürlich immer der Weg über eine Agentur bzw. Organisation ins Ausland, allerdings wird diese Euch ja nicht Händchenhaltend durch den Alltag führen. Sobald Ihr in der High School das erste Mal Eure ersten Kurse aufsucht, werdet Ihr merken, dass es gar nicht mal so leicht ist, direkt Anschluss zu finden und dass es natürlich auch auf Euch ankommt, ob Ihr Euch selbst integrieren wollt oder nicht. Im nächsten Schritt erzähle ich Euch deshalb nicht nur wie Ihr Euch für ein Auslandsjahr oder Auslandssemester gut vorbereitet, sondern auch wie Ihr Euch den Einstieg in den High School Alltag erleichtern könnt.

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Wie organisiere ich mein Auslandsjahr / Schüleraustausch?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber die einfachste ist wohl über eine Organisation. Vorab solltet Ihr Euch natürlich im klaren sein, wohin Ihr überhaupt möchtet. Für mich stand schon von Anfang an fest: Ich möchte nach Amerika – zu meiner besten Freundin in die Familie, wo auch schon meine Schwester gewesen ist. Dies erleichterte das „Verfahren“ natürlich um einiges. Beispielsweise stand meine Familie und mein Wohnort schon fest und somit auch die High School. Ich kann Euch aber sagen, eine Freundin von mir ist auch über eine Organisation nach Amerika und für sie war es total aufregend, denn sie hat erst „kurz vor knapp“ mitgeteilt bekommen, wohin es für sie geht und in welche Familie sie kommt. Man spielt sozusagen ein wenig Russisch-Roulette, im positiven Sinne.

Da ein solcher Austausch ordentlich teuer sein kann, sollte er deshalb auch gut bedacht sein. Zu meiner Zeit stand der Euro im Verhältnis zum Dollar noch ziemlich gut, deshalb entschied ich mich mit meinen Eltern auch dazu, den Austausch über eine amerikanische Organisation laufen zu lassen. Wir entschieden uns für die Organisation NorthWest Student Exchange – die Betreuung verlief wirklich super und es fehlte mir an nichts. Ich musste verschiedene Formulare ausfüllen, auf Englisch mit meiner Koordinatorin telefonieren (damals als 16-jährige eine echte Herausforderung :-P) und auch schon relativ fix Flüge nach Detroit, Michigan buchen. Jetzt wisst Ihr übrigens auch, wohin meine Reise ging. Zwar nicht ganz in Eminems alte Heimat, aber in einen Vorort namens „Ann Arbor“. Und ich sag Euch: „This was the time of my life“!

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Erinnerungen, die ich niemals vergessen werde

Meines Erachtens kommt es jetzt zum wirklich interessanten und wesentlichen Part meiner Auslandsjahr Erfahrung: Erinnerungen, die ich niemals vergessen werde. Ich war meiner Gastfamilie für viele Dinge so unglaublich dankbar. Ich glaube ich hätte besser gar nicht aufgehoben sein können.

Nach meinem 9 Stunden Flug kam ich erstmal mit einer Lebensmittelvergiftung in den USA an (oh yes, vielen Dank hier nochmal an Subway!). Meine Gastmutter wusste wohl direkt was zu tun war und nach einem Tag ging es mir auch schon viel besser und es war sogar nichts vom Jetlag zu spüren. Amerika ist einfach viel zu spannend, um die Zeit mit einem Jetlag zu verschwenden, deshalb ging es auch schon gleich los in meine neue Schule, die Huron High School. Ich merke richtig, wie aufgeregt bin, wenn ich diese Worte schreibe, denn ich würde mich wirklich auch 7 Jahre nach dieser unglaublichen Erfahrung wieder gerne zurück beamen. In der High School angekommen, kam ich aus dem Staunen erstmal nicht mehr raus. Sie war riesig, es waren unglaublich viele Parkplätze vorhanden (Hallo mit 16 Autofahren!) und ich wusste gleich, hier werde ich verloren gehen (in den ersten Tagen ist mir das SO oft passiert). Ich wählte meine Kurse bzw. meine Klassen, die ich während meiner High School Zeit besuchte: PE (Sport), American History, Chemistry, Algebra 2, Latin, British Literature … hierbei wurde von meiner Organisation darauf geachtet, dass verschiedene Bereiche wie bspw. eine Naturwissenschaft, amerikanische Geschichte und Mathe abgedeckt war. So „Chiller“ Kurse wie Photography, Theater, Bowling (oh ja, den Kurs gab es auch!) etc. kamen vorerst nicht in Frage. Nachmittags hieß es dann zumeist noch einen Sport auszuwählen, wie bspw. Cheerleading, Ice Skating, Soccer, Cross Country und und und. Die Auswahl war groß, doch vorerst entschied ich mich, nach der Schule nach hause zu gehen und meine unendlich lange Liste an Hausaufgaben zu erledigen (der Blick auf dem 2. Foto verrät doch wohl alles!). 😛 Kein Witz, an meiner Schule war es relativ streng. wenn es um Bildung ging. An der High School meiner Freundin im Westen der USA war es wohl etwas lockerer und die Menschen trafen sich nach der Schule eher zum Chillen, Shoppen etc. Dennoch muss ich sagen, dass High School für mich genau so war, wie in all den vielen High School Filmen. Ab 16 kommen die Leute mit dem Auto und die Parkplätze sind voll, Prom Night ist etwas ganz besonderes und man wird von seinem „Schwarm“ ausgeführt, das Essen in der Kantine ist ein Witz und sooooowas von ungesund und 90% der Menschen haben einfach Weißbrot-Sandwiches dabei und nach der Schule werden die Leute ohne Auto mit dem typischen gelben Schulbus nach Hause geshuttled. 😉

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Mit meiner Gastfamilie habe ich sehr viel Zeit verbracht und unglaublich viele schöne Augenblicke erleben dürfen. Unsere Barbecues waren nicht nur das reinste Vergnügen, sondern auch einige Ausflüge bzw. Reisen, die wir unter anderem auch meinetwegen gemacht haben, sei es nach California, Florida oder Boston. Ein paar Eindrücke von meiner Auslandsjahr Erfahrung möchte ich Euch natürlich auch noch mitgeben. Der bemalte Stein ist übrigens ein Ereignis, welches sich „Paint the Rock“ hieß. Dieses Ereignis war eine Nacht und Nebel Aktion und man trifft sich mit seinen engsten Freunden, um diesen Stein unmittelbar von der Schule zu besprayen. 😛 Wir waren mal so einfallsreich und haben den Stein zu einer „Ortsangabe“ umfunktioniert. Dass Schule gleich Hölle bedeutet, weiß ja wohl jeder. 😛

„Paint the Rock“

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Black Friday Sale

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Extra Credits für den Chemie Kurs sammeln – für den „Maulwurf-Tag“ einen Maulwurf nähen (WHY)

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American Football! Don’t miss it! And go blue. 😉

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Boston – so eine traumhafte Stadt!

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CALI – HOLLYWOOD

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Der erste Schnee und Weihnachten

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NUR FLAUSEN IM KOPF

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Mich würde nun interessieren: Habt Ihr auch schon ein Auslandsjahr hinter Euch? Teilt gerne Eure Auslandsjahr Erfahrung mit mir in den Kommentaren!

Folge:

3 Kommentare

  1. 16. Oktober 2017 / 9:02

    Ach wie toll! 🙂 Das sind echt so schöne Erinnerungen und Eindrücke, das ist wirklich schön. Da bekomme ich auch direkt Lust, ein Auslandsjahr zu machen. Aber die Zeit ist wohl vorbei. 😀

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

  2. 19. Oktober 2017 / 18:12

    Oh wie schön, dass du diese Erfahrung auch nach so vielen Jahren noch mit uns teilst! Ich konnte wirklich rauslesen, wie sehr dein Herz an dieser Zeit häng und wie sehr es dich zum Strahlen bringt 🙂
    Es klingt wirklich nach einer unglaublichen tollen Zeit! Vorallem scheinst du ja mit deiner Gastfamilie auch wirklich viel Glück gehabt zu haben, dass ging einigen meiner Freundinnen leider anders.. Um so toller, dass du so viele Erfahrungen sammeln konntest!

    Ich wünsche Dir einen schönen Donnerstag und eine tolle Restwoche!
    Liebste Grüße an Dich! ♥ Saskia von http://www.demwindentgegen.de

  3. 22. Oktober 2017 / 10:53

    Deine Bilder sehen nach jeder Menge Spass aus.
    Toll, dass Du so Glück mit Deiner Gastfamilie hattest.
    Extra Sightseeingurlaub für Dich, das ist ja wirklich eine toller Service.
    Bei mir als USA-Fan rennst Du mit Deinem Rückblick offnen Türen ein.
    Danke auch für die schönen Erinnerungen an meine Amerikaurlaube die Du mit Deinem Post geweckt hast.
    Einen Schüleraustausch habe ich leider nie gemacht.
    Hab einen wundervollen Tag <3
    Liebste Grüße,
    Sassi

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