Recap: Internationaler Weltfrauentag – Wieso Gleichberechtigung selbstverständlich sein sollte

{Enthält Werbung} Jedes Jahr feiern wir am 8. März den internationalen Weltfrauentag. Ein Tag, an dem wir nicht nur an die Geschichte der Durchsetzung und Einführung des Frauenwahlrechts gedenken, sondern auch an die heute immer noch teilweise nicht vorhandene Gleichstellung der Geschlechter in allen Ländern. Gerade deshalb fungiert der internationale Frauentag unter anderem auch als wichtiger Tag für das Aufmerksam machen von nicht verwirklichten Frauenrechten und hat somit seine Wichtigkeit auch nach Jahrzehnten nicht verloren.

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Internationaler Weltfrauentag – Wieso Gleichberechtigung selbstverständlich sein sollte

Gerade auf Instagram ist mir an diesem wichtigen Datum der Geschichte aufgefallen, dass viele Blogger und Influencer den internationalen Weltfrauentag für leere Posting Captions oder motivierende “Wir sind starke Frauen”-Kampagnen genutzt haben. Vorab: Es ist nichts Verwerfliches daran, den Weltfrauentag für sinnvolle Worte und gescheite Zusammenarbeiten zu nutzen, denn um so mehr Aufmerksamkeit auf diesem Tag liegt, desto besser. Allerdings hatte ich vermehrt den Eindruck, dass viele dieser Bildunterschriften teilweise einfach leere Worte waren, á la; “oh, es ist Weltfrauentag, schnell etwas dazu posten, damit auch alle Follower Bescheid wissen”. Wie schon im ersten Abschnitt beschrieben, soll der Weltfrauentag an die Geschichte der Einführung des Frauenwahlrechts erinnern, an die  Gleichstellung und auch an die Gleichberechtigung von Frauen. Hierbei erinnert der Weltfrauentag nicht nur an diese Ereignisse und Werte, sondern appelliert zudem noch an Länder, die diese Frauenrechte immer noch nicht umgesetzt beziehungsweise auch verinnerlicht haben. Gleichberechtigung sollte auf der ganzen Welt nicht zur Diskussion stehen, sondern selbstverständlich sein. 

Meines Erachtens hat es deshalb auch UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Botschaft zum Internationalen Frauentag 2018 auf den Punkt gebracht:

“Die Gleichstellung der Geschlechter und das Ausstatten von Mädchen und Frauen mit Macht ist die unerledigte Aufgabe unserer Zeit. (…) Es ist in unserer Welt die größte Aufgabe im Bereich der Menschenrechte.”

Der Weltfrauentag auf Instagram hingegen – und seien wir mal ehrlich, wahrscheinlich nicht nur dort – war meines Erachtens ein reines Social Event und ließ die eigentliche Bedeutung  teilweise untergehen. Denn es ist eben nicht so, dass alle Frauen an ihrem Ziel der Selbstverwirklichung auf Basis von Gleichberechtigung und Gleichstellung angekommen sind. Ich möchte hier gar kein großes Fass aufreißen, sondern lediglich ein paar persönliche Worte zum Weltfrauentag und in diesem Zuge auch der Social Media Welt loswerden. Mir hat dieses Phänomen mal wieder gezeigt, wie tückisch und leer doch teilweise Instagram ist und sich in diesem Zuge auch abseits von Realität und Wahrheit bewegt. Denn seien wir mal ganz ehrlich: Wer von den großen Sprachrohren der Social Media Welt hat denn eigentlich darauf aufmerksam gemacht, welche Bedeutung der Weltfrauentag mit sich bringt und welche immer noch währende Problematik im Bezug auf Frauenrechte in manchen Ländern noch herrscht? Ein T-Shirt zu tragen, wo fett in rot  das Wort “WOMEN” (zu Deutsch: Frau) zu lesen ist, reicht meines Erachtens nicht aus. Dann halte ich mich lieber mit meinen Worten zurück und preise den Tag nicht mit leeren Worten an.

Den Spagat zwischen Markenbotschaft und Gleichstellungsbotschaft hat meiner Meinung nach Adidas mit der Kampagne “See Creativity” (siehe Video unten) wirklich gut umgesetzt.  Denn es ist egal, ob in der Politik, im Job, im Alltag oder beim Sport – das Leitmotiv von Adidas lautet:

“Wir sehen Kreativität, kein Geschlecht.”

Und ich muss Euch ehrlich gestehen: Beim ersten Anschauen des Videos ging ich erstmal gar nicht davon aus, dass es Frauen sind, die in den Sequenzen abgebildet sind. 😉 Um so schöner und überraschender ist die Botschaft dahinter.

Folge:

1 Kommentar

  1. 14. März 2018 / 13:43

    Toller Artikel, tolle Gedanken und hammer Video,

    Grüße aus Sevilla,
    Anna

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