Kurztrip nach Marrakesch – was man gesehen haben muss

Unser Kurztrip nach Marrakesch war mit Sicherheit eins meiner diesjährigen Urlaub-Highlights. Es war unser Ziel, Marrakesch mit all seinen Sehenswürdigkeiten, seiner wunderschönen Natur, aber auch seinen Facetten zu sehen, die marokkanische Kultur kennenzulernen und viele Erinnerungen für die Zukunft mitzunehmen. Ich werde euch meine schönsten Sehenswürdigkeiten verraten und natürlich auch den ein oder anderen Geheimtipp!

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Marrakesch und seine vielen Märkte

Wer Marrakesch besucht, wird den vielen Märkten und Angeboten nicht aus dem Weg gehen können. Spätestens auf dem Djemaa el Fna (“Versammlung der Toten”), also dem zentralen Marktplatz in Marrakesch, wird man  den Angeboten und Händlern nicht mehr entkommen können. Der Platz ist seit Jahrhunderten ein Zentrum kultureller Bewegung. Man kauft hier ein, man isst hier zu Abend, man lässt sich unterhalten – ob von Schlangenbeschwörern, Affendresseuren, Wahrsagern, Märchenerzählern oder Musikern. Ab 17 Uhr werden hier Essenstände aufgebaut und spätestens ab dann gibt es kein Entkommen mehr. Kein Witz! Hier wird man ohne jeden Skrupel an einen Stand gelockt und wenn man nicht aufpasst ordentlich über den Tisch gezogen. So haben wir beispielsweise am ersten Tag auf dem Markplatz für ein Abendessen zu zweit 30 Euro bezahlt, welches in einem anderen Restaurant abseits des Markplatzes 7 Euro, Achtung! Für zwei Personen,  gekostet hat. Da kann man sich eigentlich schon drüber ärgern, allerdings war das Essen auf dem Markplatz auch seine Erfahrung wert. Wenn ein Stand es schafft, Touristen für sich zu gewinnen, dann wird feierlich geklatscht und gejubelt. Im ersten Augenblick war das amüsant und unterhaltsam, im zweiten dann doch eher traurig. Die Tatsache, dass hier jeder Euro beziehungsweise jeder Dirham zählt und lebensnotwendig ist, fühlte sich dann doch eher an wie ein Schlag ins Gesicht. Vor allem wenn sowohl kleine Kinder als auch ältere Damen und Herren an deinen Tisch kommen und nach deinen Essensresten fragen… da zögert man natürlich nicht lange. Abseits des Djemaa el Fna gibt es natürlich noch viel mehr Märkte, Stände und somit auch Schnäppchen, Andenken und Souvenirs. Vorbei am Djemaa el Fna kommt man beispielsweise in die Medina, also in die Stadtmitte der Altstadt, und kann dort in den Souks schlendern und dort einige schöne Dinge wie Teppiche, Taschen, Porzellan, Keramik, Souvenirs, traditionelle Kleidung und leckeres Essen entdecken. Wie man dort handelt und die besten Preise erzielen kann werde ich euch in meinen 10 Tipps für Marrakesch Post verraten.

Die vielen Gärten von Marrakesch – Die Schönheit des Jardin Majorelle, ein botanischer Garten inmitten von Marokko

Yves Saint Laurents Jardin Majorelle gehört sicherlich zum Pflichtprogramm in Marrakesch. Der ganze Andrang der Touristen ist völlig berechtigt, denn der botanische Garten ist einfach nur wunderschön. Hier sind wir auch nicht nur kurz durchspaziert, sondern haben uns eine Menge Zeit gelassen, alle Eindrücke genauestens zu verarbeiten. Der Maler Jacques Majorelle hatte in dem Garten 1924 sein Atelier errichtet. 1980 erwarb Yves Saint Laurent das mittlerweile verwilderte Gelände und legte einen arabischen Garten – ein Paradies aus Licht, Farben und Wasserspielen und Pflanzen an. Das Kornblumenblau “Majorelle Bleu” zieht sich durch den ganzen Garten. In den nächsten Tagen werde ich euch auch noch ein Outfit von diesem Tag zeigen, wo das kräftige Blau des Gartens sehr gut zur Geltung kommt.

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Der Cyperpark – ein Paradis für Wifi und Jugendliche

Wenn ihr eine kleine Verschnaufpause braucht und dabei ein wenig im Internet stöbern wollt, kann ich euch den riesigen Cyber Park empfehlen. Der Park bietet neben wunderschöner Natur und tollen Wasserspielen nämlich noch ein Extra: Überall sind kleine Spots errichtet, an denen ihr euch kostenlos ins Wifi einloggen könnt. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war der Park überrannt von Studenten und Jugendlichen. Hier haben wir uns an einem kleinen Stand ein Eis gekauft und in der Sonne im WLAN gebrutzelt.

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Kamelreiten in den Palmenhainen außerhalb der Stadt

Das wollte ich schon immer mal gemacht haben und ist somit von meiner Bucket List gestrichen worden! Die Tour hatte meine Freundin Anna zuvor online über GetYourGuide für gerade mal 25 Euro pro Person gebucht. Wir wurden sogar von einem Pick-Up Service an unserem Riad (Hotel) abgeholt.

In den Palmen angekommen haben uns schon die Kamele und unsere Djellabas – also das typische marokkanische Gewand- erwartet. Mit einem wirklich freundlichen Pärchen aus Chile haben wir uns dann auf die Kamele geschwungen. Okay – ganz so einfach war es dann doch nicht. Kamele stehen ja zuallererst mit den hinteren Beinen auf, so dass man halb aus dem Sattel nach vorne fliegt, wenn man sich nicht ordentlich festhält. Auf dem Kamelrücken sind wir eine Stunde durch die Palmenwüste geritten, nach einer Weile hat der Allerwerteste dann schon angefangen zu schmerzen… Unser Guide hat uns Kamelringe aus Palmenblätter geflochten und uns ein wenig über die Kamele und die Umgebung erzählt und einige Fotos geschossen. Annas Kamel hatte wohl ein wenig Hunger und hat somit öfter mal versucht meine Djelleba zu essen. Im Anschluss haben wir noch in einem kleinen Lager marokkanischen Tee serviert bekommen und sind dann mit unserem Pick-Up Service wieder zum Hotel zurückgebracht wurden. Ich sag euch, es war nicht nur ein tolles Erlebnis, sondern auch eine tolle Erfahrung!

Die wunderschönen Rooftop Cafés von Marrakesch – ein Erlebnis mit tollem Ausblick

Hunger? Durst? Lust auf marokkanische Spezialitäten und einen tollen Ausblick? Wir haben zwei Dachterrassen Cafés getestet, die ich mit voller Begeisterung mit euch teilen möchte. Das Zwin-Zwin Café und Kui-Zin Restaurant kann ich euch nur empfehlen. Über den Dächern von Marrakesch haben wir im Zwin-Zwin Café in der Sonne – nach Brot und Oliven – eine leckere marokkanische Suppe, Zucchinitarte und Tee als Stärkung für unsere weiteren Haltestellen zu uns genommen. Der Ausblick war ein Traum, denn der Blick reichte bis zu den Bergen. An einem anderen Tag haben wir uns zum Mittagessen im Kiu-Zin Restaurant niedergelassen. Dort haben wir auf einer wunderschönen Dachterrasse für gerade mal 5 Euro unsere leckerste Tanjine gegessen. Nach einer kleineren Shopping-Tour durch die Souks haben wir uns unser tägliches Eis im Café Argana gegönnt. Von dessen Terrasse hat man einen perfekten Blick über das Geschehen auf dem Djeema el Fna.

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Sehenswürdigkeiten und Dinge, die ihr zusätzlich unbedingt gesehen haben solltet:

Wenn ihr Zeit und Lust habt, solltet ihr unbedingt noch mal im Ensemble Artisanal, einer Martkthalle, wo man alle Art von Kunst, Leder, Schmuck und Keramik zu fixen Preisen erwerben kann, vorbeischauen. Das könnte euch dabei helfen, eine grobe Vorstellung zu bekommen, was der ganze Spaß in Marokko auf den Märkten so kostet. Außerdem kann man dort Frauen beim Teppich weben zuschauen. An einem großen Teppich webt man circa drei Monate…ganz schön viel Arbeit für sehr wenig Lohn..Dort könnt ihr euch auch übrigens günstig ein Henna Tattoo machen lassen.

Wenn ihr an der religiösen Seite interessiert seid, dann schaut euch unbedingt die Koutoubia-Moschee an. Sie ist die größte Moschee von Marrakesch. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist damit eine der ältesten Moscheen Marokkos.

Der Palais de la Bahia verzaubert durch zahlreiche mit Marmor ausgelegte Innenhöfe, mit Springbrunnen und toller Natur. Die aus Holz geschnitzten und dekorierten Decken und bunten Fenster sind wirklich bewundernswert. Der Palast war eine richtige Ruheoase nach dem nervigen Weg über die vollen und lauten Straßen zuvor. Auf dem Weg dorthin, also Richtung Süden und dem Kasbah-Viertel, kann man sich noch das Tor Bab Agnaou anschauen, welches einmal das schönste Tor der Stadt gewesen sein soll.

Ich hoffe, dass euch mein Bericht gefallen hat und ihr euch bald selbst von den schönen Seiten Marrakechs begeistern lasst. Ich jedenfalls werde sicherlich bald zurückkehren und bald für euch 10 Tipps ausarbeiten – Handeln, Hotels, Essen und und und.